» #MaHe - Der Ortsteil Mahlsdorf in Marzahn-Hellersdorf!

Kreuzkirche Mahlsdorf
Berliner Balkon Mahlsdorf
Friedrich-Schiller-Grundschule Mahlsdorf
Habermannsee - Mahlsdorf

» Sehenswertes in Mahlsdorf

Auch wenn der Ortsteil vorwiegend aus Ein- und Mehrfamilienhäuser besteht, gibt es hier durchaus auch sehenswerte Einrichtungen bei denen sich ein Besuch auf jeden Fall lohnen kann.

» Museen in Mahlsdorf

Das Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf liegt am Hultschiner Damm 333. Das Gebäude wurde um 1815 erbaut und hat seitdem viele Wandlungen durchlebt. Genutzt wurde die Einrichtung bis 1958 unter anderem als Wohnung, Säuglingsheim, Verwaltungsstelle, Schule und als Kindergarten. In den 1950er Jahren sollte das Gebäude abgerissen werden, dieses Vorhaben hat Charlotte von Mahlsdorf jedoch verhindert können. In den folgenden Jahren übernahm Charlotte von Mahlsdorf das Gebäude und eröffnete im Jahr 1960 das private Gründerzeitmuseum. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Anlage mehrere aufwändige Sanierungsarbeiten hinter sich und wurde unter Denkmalschutz gestellt. Die Eintrittspreise für das Gründerzeitmuseum liegen zwischen 2,00 € und 4,50 €. Für aktuelle Informationen besuchen sie die offizielle Webseite. Auf dem Gelände befindet sich neben dem Gründerzeitmuseum noch ein kleiner Park namens Gutspark Mahlsdorf. Neben einigen Wegen und Bänken gibt es hier mehrere Rasenflächen und einige große alte Bäume. Den Verkehrslärm vom Hultschiner Damm bekommt man aufgrund der großen Büschen und Mauern kaum mit.

» Kirchliche Einrichtungen

Berlin Mahlsdorf - Mittelalterliche Dorfkirche Die Mittelalterliche Dorfkirche (Auch Alte Pfarrkirche Mahlsdorf genannt) aus dem 13. Jahrhundert an der Hönower Straße ist das älteste Gebäude in ganz Mahlsdorf. Das Gotteshaus besitzt 1 kleine, eine mittelgroße und eine große Glocke in dem etwa 16 Meter hohen Turm. Die Dorfkirche wurde sowohl im 30 Jährigen Krieg, im ersten Weltkrieg und im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Alle Kriegsschäden wurden relativ zügig in der Nachkriegszeit beseitigt und das Gebäude repariert. Seit 1990 steht die Dorfkirche unter Denkmalschutz.

Berlin Mahlsdorf - Kreuzkirche Die 1936 fertiggestellte Kreuzkirche an der Kreuzung zwischen Albrecht-Dürer-Straße und Pfarrhufenweg gehört wie die Dorfkirche zur Evangelische Kirchengemeinde Mahlsdorf. Die Kirch besitzt drei große Glocken mit dem mit den Schlagtönen a2, c2 und d2. Die größte der drei Glocken hat ein Eigengewicht von etwa 500 Kilogramm. So wie fast alle älteren Gebäude und Einrichtungen steht auch die Kreuzkirche heute unter Denkmalschutz. Direkt neben der der Kreuzkirche befindet sich das Gemeindehaus der Kirche.

Die dritte Einrichtung der Evangelische Kirchengemeinde Mahlsdorf ist das Gemeindeheim Theodor Fliedner und wurde 1937 offiziell eingeweiht. Das Gemeindezentrum welches an der Schrobsdorffstraße 36 liegt weicht stark von dem traditionellen aussehen einer Kirche ab. Das Gebäudekomplex besteht aus 2 Gebäudeabschnitten die in einem rechten Winkel zueinander aufgestellt sind. Die im zweiten Weltkrieg angerichteten Schäden wurden zwischen 1945 und 1949 wieder repariert.

» Stolpersteine in Mahlsdorf

Bei dem Wort „Stolperstein“ denken wahrscheinlich die wenigsten an ein Denkmal an die Zeit des Nationalsozialismus. Ins Leben gerufen hat das Projekt ein Berliner Künstler namens Gunter Demnig der mit diesen kleinen quadratischen Steinen an Menschen erinnern will, die den Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Nachdem Motto „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ verlegt der Künstler bereits seit 1992 in ganz Europa die Stolpersteine und seit 2008 besitzt auch Mahlsdorf seinen ersten Stolperstein.

Salo Lange

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Salo Lange

Rosa Lange

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Rosa Lange

Max Lange

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Max Lange

Heinrich Lange

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Heinrich Lange

Denny Lange

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Denny Lange

Die Stolpersteine von Denny, Heinrich, Max, Rosa und Salo Lange liegen seit dem 22. Mai 2008 in der Lohengrinstraße 2. Rosa und Heinrich Lange lebten hier mit ihren Kindern Danny und Salo Lange bis sie im Jahre 1942 in das KZ Ausschwitz deportiert und hingerichtet wurden. Max Lange, der wahrscheinlich der Bruder von Heinrich war, erlitt das gleiche Schicksal.

Otto Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Otto Guthmann

Maria Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Maria Guthmann

Leopold Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Leopold Guthmann

Hans Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Hans Guthmann

Eva Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Eva Guthmann

Die Stolpersteine von Otto, Maria, Leopold, Hans und Eva Guthmann liegen in der Lemkestraße 156 am Eingang vom Friedhof Mahlsdorf und wurden dort am 28. März 2013 verlegt. Die Familie wurde auf verschiedene Konzentrationslager aufgeteilt und dort hingerichtet. Lediglich Leopold Guthmann überlebte seinen Auf­ent­halt in KZ Auschwitz.

Charlotte Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Charlotte Guthmann

Berthold Guthmann

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Berthold Guthmann

Walter Reissner

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Walter Reissner

Manfred Lichtenstein

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Manfred Lichtenstein

Heymann Saloschin

Stolperstein Berlin Mahlsdorf Heymann Saloschin

Die Stolpersteine von Charlotte und Berthold Guthmann liegen ebenfalls seit dem 28. März 2013 vor dem Friedhof Mahlsdorf in der Lemkestraße 156. Wie die bereits weiter oben erwähnten Familienmitglieder überlebten Charlotte und Berthold die Zeit des Nationalsozialismus nicht. Manfred Lichtenstein gehörte ebenfalls in den Familienstammbaum der Familie Lange. Am 22. Januar 1936 als Sohn von Rosa Lange aus erster Ehe geboren wurde er mit gerade einmal 6 Jahren nach Auschwitz gebracht und dort hingerichtet. Der Stolperstein von Walter Reissner liegt seit dem 22 Mai 2008 in dem Eichenhofweg 9. Nach seiner Deportation im Jahre 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz wurde er auch dort hingerichtet. Der letzte Stolperstein in der Liste gehört Heymann Saloschin und befindet sich seit dem 14 November 2015 in der Bergedorfer Straße 187. Nach seiner Verhaftung im Jahre 1941 erfolgte die Deportation und Ermordung im Konzentrationslager Sachsenhausen.

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