» #MaHe - Der Ortsteil Kaulsdorf in Marzahn-Hellersdorf!

Butzer See Kaulsdorf
Dorfkirche Kaulsdorf
Kreuzkirche Kaulsdorf
Krankenhaus Kaulsdorf

» #MaHe - Sehenswertes im Ortsteil Kaulsdorf

Der Ortsteil Kaulsdorf besitzt bereits eine lange Vergangenheit und somit auch viele Bauten und Geschichten aus einer längst vergangenen Zeit. Über einige Interessante Orte werden wir hier in dem Artikel berichten.

» Kirchen

In Kaulsdorf gibt es zwei Kirchen, eine sticht dabei jedoch besonders hervor. Die Dorfkirche Kaulsdorf besitzt dabei einen historischen Wert. Bereits seit dem Jahr 1250 steht das Gebäude bereits an diesem Standort und ist somit das älteste Gebäude im ganzen Ortsteil.

Berlin Kaulsdorf - Dorfkirche Kaulsdorf Jesuskirche

Die Dorfkirche Kaulsdorf, seit 1912 mit dem Zusatz Jesuskirche, wurde auf einen kleinen Hügel errichtet. Seit dem bestehen hat das Gebäude mehrere Umbauten, Erweiterungen und Renovierungen hinter sich. Die Jesuskirche besitzt eine Breite von 11 Meter und eine Länge von 25 Meter. Im Kirchturm gibt es 3 Glocken und im Saal eine Orgel mit 1232 Pfeifen und 24 Registern. Die wunderschöne Gestaltung des Gebäudes macht bereits von weitem einen überwältigenden Eindruck. Für weitere Informationen besuchen sie die Webseite der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf.

Berlin Kaulsdorf - St.-Martins-Kirche

Die im Jahr 1929 gebaute und im Jahr 1930 eingeweihte St.-Martins-Kirche gehört der katholischen Kirchengemeinde Kaulsdorf an. Das Gebäude ist etwa 20 Meter lang und befindet sich in der Giesestraße 47. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche stark beschädigt. Die Reparaturarbeiten wurden 1986 mit der Fertigstellung des neuen Pfarrsaals beendet. In der Nachkriegszeit diente das Gebäude bis etwa 1990 als Altenheim. Heute stehen die St.-Martins-Kirche und das Gemeindehaus unter Denkmalschutz. Für weitere Informationen rund um das Gebäude besuchen sie die offizielle Webseite der St.-Martins-Kirche.

» Sowjetisches Ehrenmal Berlin Kaulsdorf

Das sowjetisches Ehrenmal an der Kreuzung zwischen Brodauer Straße und Waplitzer Straße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1946 zu Ehren der gefallenen sowjetischen Soldaten errichtet. Das Monument befindet sich in einem kleinen erhöhten Park in zentral Kaulsdorf. Auf dem Ehrenmal befindet sich eine russische Inschrift und einige sowjetischen Symbole. Auf einer Infotafel, im Eingangsbereich des kleinen Parks, findet sich eine Übersetzung der der russischen Inschrift und einige weitere Informationen zum Ehrenmal

Inschrift links: Ewiger Ruhm Euch Recken des russischen Volkes, die Ihr die Ehre, Freiheit und Unabhängigkeit unserer Heimat verteidigt habt.
Inschrift rechts: Ewiger Ruhm den Kämpfern der Roten Armee, die im Kampf um die Einnahme Berlins gefallen sind.
Inschrift hinten: Ewiger Ruhm Euch Helden, die Ihr die Ehre, Freiheit und Unabhängigkeit unserer Heimat verteidigt habt.

» Stolpersteine in Kaulsdorf

Bei dem Wort „Stolperstein“ denken wahrscheinlich die wenigsten an ein Denkmal an die Zeit des Nationalsozialismus. Ins Leben gerufen hat das Projekt ein Berliner Künstler namens Gunter Demnig der mit diesen kleinen quadratischen Steinen an Menschen erinnern will, die den Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Nachdem Motto „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ verlegt der Künstler bereits seit 1992 in ganz Europa die Stolpersteine und seit 2010 besitzt auch Kaulsdorf seinen ersten Stolperstein.

Jona Fischl

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Jona Fischl

Ilse Fischl

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Ilse Fischl

Emil Fischl

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Emil Fischl

Else Fischl

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Else Fischl

Amalie Fischl

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Amalie Fischl

Die Stolpersteine von Amalie, Emil und Jona Fischl liegt in der Hertwigswalder Steig 8 und wurden am 25. Oktober 2010 verlegt. Später am 4. August 2011 folgten die Stolpersteine von Else und Ilse Fischl auf dem Mädewalder Weg 37.

Das jüngste Opfer der Fischl’s war der kleine Jona Fischl. Gerade einmal am 28. April 1941 geboren und wurde mit nicht einmal 2 Jahren am 4. März 1943 in das Vernichtungslager Ausschwitz gebracht und vermutlich hingerichtet. Die Eltern Emil und Amalie Fischl erlitten das gleiche schreckliche Schicksal.

Hedwig Mentzen

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Hedwig Mentzen

Eva Wolff

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Eva Wolff

Emilie Roth

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Emilie Roth

Emil Roth

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Emil Roth

Elise Block

Stolperstein Berlin Kaulsdorf Elise Block

Die Stolpersteine von Emil Roth, Emilie Roth und Hedwig Mentzen liegen in der Hannsdorfer Straße 8 und wurden zeitversetzt hier Untergebracht. Als erstes wurden die Stolpersteine von Emil und Emilie Roth am 6. August 2014 installiert und etwa zwei Jahre später, am 12. Mai 2016, folgte der Stolperstein von Hedwig Mentzen. Die Familie Roth lebte hier in einem Einfamilienhaus das sie im Jahre 1929 selbst aufbauten.

Der Stolperstein von Elise Block liegt alleine in der Leopoldstraße 32 und wurde hier am 30. November 2013 installiert. Soweit bekannt ist wurde Frau Block am 14. September 1942 in ein Ghetto gebracht, verstarb dort jedoch aufgrund einer Blinddarmentzündung.

Der letzte der 10 Stolpersteine gehört Eva Wolff und wurde am 29. November 2012 in der Nentwigstraße 10 installiert. Die Frau Wolff wurde am 2. Juni 1942 per Zugtransport in den Osten geschaffen und dort wahrscheinlich im Vernichtungslager Majdanek hingerechtet.

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